S1 aktualisiert: 29.01.2017
  Hauptseite
Abkürzungen

-vy
      S1 S Bohem, rodný kraju -Sinfonie
      S2 Sinfonietta - Star of Luhačovice
      S3 Stará baba carovala - Sýček neodletěl
      S4 Šafárova céra - Šumářovo dítě
       
      S Bohem, rodný kraju  >Tagebuch eines Verschollenen (JW V/12, Nr. 22)
       
Was Zahl Jahr Sägemüller-Lied (Pilařská) ['pilarschsggaa] 
      auch "Sägerlied" > "Fünf mährische Tänze" (JW V/6, Nr. 3)
       
      Sägerlied (Ste-V, 71) > Fünf mährische Tänze (JW V/6, Nr. 3)
      Sägetanz (Pilařská) > Fünf mährische Tänze (JW V/6, Nr. 3)
       
      Sägetanz (Pilky) ['pilggi]
      Volkstanz
      > "Rákoš Rákoczy" (JW I/2, Nr. 4); > Walachische Tänze op. 2, für Orchester (JW VI/4. Nr. 2);
      > "Lachische Tänze", für Orchester (JW VI/17, Nr. 6); 
      > "Mährische Tänze", für Klavier (JW VIII/18, Nr. 2); > Walachische Tänze, Szenario (X/20)
      > "Lachischer Tanz", für Klavier 2-hd, bearb. von J. Máslo
       
      Saint-Saëns, Camille (09.10.1835 Paris - 16.12.1921 Algier) 
      Französischer Komponist. J hat in jungen Jahren dessen Klavierkonzert op. 22 und das Klaviertrio f-moll gespielt (im Januar 1878 in Brünn). Ausserdem hat er sich in seinen Briefen an Zdenka dahin geäussert, dass er nach Paris zu Saint-Saëns zum Studium gehen wolle: im Brief vom 25.11.1879 aus Leipzig, vgl. L 1
L 1 1879 ZdBr 102-103
       
      Saint Wenceslas > Tschechische Kirchengesänge aus Lehners Messkanzional (JW II/10, Nr. 7), > Heiliger Wenzel (JW II/11)
       
      Salzburg
      Am ersten Fest der IGNM (Internat. Gesellschaft für Neue Musik) im August 1923 wurde die > Sonate für Violine und Klavier von J aufgeführt. Hier hörte er zum ersten Mal das Pariser Ensemble "Société moderne des instruments à vent" und lernte zwei Werke von Stravinsky kennen: "Trois pièces" und das "Concertino für Streichquartett" > Festivals
      An den Salzburger Festspielen 1992 hat der neue Direktor Gerard Mortier Js Oper "Aus einem Totenhaus" (JW I/11) auf die Bühne des Festspielhauses gebracht. Musikal. Leitung: Claudio Abbado; Regie: Klaus Michael Grüber; Bühnenbild: Eduardo Arroyo. Live-Mitschnitt auf Video - VID
      1998 ist "Kat'a Kabanova" (JW I/8) aufgeführt worden, musikal. Leitung: Silvain Cambreling, Regie: Christoph Marthaler, Bühnenbild: Anna Viebrock, mit Angela Denoke in der Titelrolle, auf DVD zugänglich
      2001 hat John Eliot Gardiner "Jenůfa" dirigiert; Karita Mattila in der Titelrolle; Premiere: 23.08.2001
      2011 hat Christoph Marthaler "Die Sache Makropulos" inszeniert zusammen mit der Bühnenbildnerin Anna Viebrock, Esa-Pekka Salonen war der Dirigent, Angela Denoke sang die Emilia Marty - Premiere: 10.08.2011 - einhelliger Jubel für Angela Denoke, Christoph Marthaler und Esa-Pekka Salonen.
L 1 1923 Brief Js an Rosa Newmarch vom 13.08.1923, Newmar, 74
  2 1990 JGA E/6 "Die Jugend", XII - XIV, Vorwort von Svatava Přibáňová
  3 1992 Festspielbuch der Salzburger Festspiele 1992 mit Beiträgen von Milan Kundera und Jakob Knaus zur Oper "Aus einem Totenhaus" 
  4 1998 Festspielbuch der Salzburger Festspiele 1998 mit Beiträgen von Milan Kundera und Jakob Knaus zur Oper "Kát'a Kabanová"
  5 2011 Programmbuch "Die Sache Makropulos" 2011 mit Beiträgen von Miroslav Novak und Gavin Plumley zur Oper "Die Sache Makropulos"
VID   1994 Aus einem Totenhaus, Abbado/Grüber, ORF Wien, DGG 072 139 VIDEO PAL, Live-Mitschnitt
DVD   1998 Kat'a Kabanova, Cambreling/Marthaler, Tschech. Philharmonie, DVD TDK DV OPKK
DVD   2011 Die Sache Makropulos, Esa-Pekka Salonen/Christoph Marthaler, Wiener Philharmoniker, DVD UNITEL CLASSICA 709508
       
      Sanctus (JW X/10)
      Chor, in Form einer vokalen Fuge; nicht erhalten
K   1879 21.-24.11.1879, Leipzig (Proch-V + Ste-V: 18.11.1879)
A     nicht erhalten
      J hat das Werk im Brief vom 17.11.1879 an Zdenka Schulzová erwähnt: ...bis zu den Weihnachten muss ich ein grösseres Gesangswerk fertig haben, worin eine Fuge vorkommt: ich habe mir einen Plan gemacht auf die Worte "Sanctus" u. freue mich auf die Arbeit. Und tags darauf schrieb er: Doch mein frommes "Sanctus" habe ich noch gar nicht angefangen u. bis zum Donnerstag soll's fertig sein! Er erwähnt es noch am 20. und am 23. ist es fertig: Auch mein "Sanctus" habe ich bereits vollendet: Freitag u. heute arbeitete ich fleissig daran...Am 25.11. schrieb er, nachdem sein Lehrer Oscar Paul die Arbeit begutachtet hatte : Mein "Sanctus" gefiel ihm sehr; es sind einige hübsche Stellen darin - doch Arbeit gab es mir: der ganze Freitag, Sonntag u. heute Vormittag war nur dafür verwendet; es ersparte mir aber jegliche weitere Gesangfuge. Ob er sie weggeworfen oder verloren hat, ist nicht mehr auszumachen.
L 1 1879 ZdBr 93, 95, 97, 100, 102
       
      Sängervereinigung mährischer Lehrer PSMU
      PSMU = Pěvecké sdružení učitelů moravských
     

 

psmubild

 

 

1903 von Ferdinand Vach gegründet

Der Chor ist aus Abiturienten der Lehrerbildungsanstalt in Kroměříž hervorgegangen, die von Ferdinand > Vach unterrichtet worden waren, dazu kamen ehemalige Schüler aus ganz Mähren, sodass sich ein Chor von 60 Männerstimmen ergab. Das erste Konzert war am 3. Juli 1903, dann trat er 1904 erstmals in Brünn auf, 1905 in Prag, 1906 in Deutschland, 1908 in Paris und Nancy, 1913 in St. Petersburg, Moskau und Kiew, 1919 in London, Paris und in der Schweiz, 1923 in Italien. J hat 1904, nachdem er den Chor gehört hatte, sofort zwei Chöre zugeschickt, die er um 1900 komponiert hatte > "Da du weisst" und Nr. 3 "Die Abendhexe") (JW IV/28, Nr. 1 und 3). UA > "Maryčka Magdonová" (JW IV/35) 1908 und die 1. Fassung von > "Siebzigtausend" (JW IV/36) 1910, 1919 hat PSMU auch > "Die Tschechische Legion" (JW IV/42) uraufgeführt. Ausserdem hat J 1922 auch den Chor > Des Narren Irrfahrt (JW IV/43) für PSMU geschrieben  

      Der Chor besteht noch heute und hat eine Reihe von Janáček-Chorwerken aufgenommen, einige Werke wie "Siebzigtausend", "Des Narren Irrfahrt" mehrmals, "Maryčka Magdónova" sogar 5 mal!:
TT 1 1935 Siebzigtausend, PSMU/Jan Šoupal; RADIOJOURNAL P
  2 1936 Maryčka Magdónova, PSMU/Antonín Bednař; RADIOJOURNAL P
  3 1940 Wahre Liebe, Die Abendhexe, Da du weisst, Siebzigtausend, PSMU/Jan Šoupal; ULTRAPHON P
  4 1948 Warum neigt die Birke, Maryčka Magdónova, Siebzigtausend, Des Narren Irrfahrt, Die Tschechische Legion, PSMU/Jan Šoupal; ULTRAPHON P
  5 1954 Abschied, Das Täubchen, Maryčka Magdónova, PSMU/ Jan Šoupal; SUP P
  6 1956 Des Narren Irrfahrt, PSMU/Jan Šoupal, SUP LP mono
  7 1961 Kantor Halfar, Siebzigtausend, PSMU/Jan Šoupal, SUP LP mono
  8 1969 Die Abendhexe, Trennung Maryčka Magdónova, Des Narren Irrfahrt, Die Tschechische Legion, Siebzigtausend, PSMU/Antonín Tučapský; SUP LP mono
  9 1974 Die Abendhexe, PSMU, Oldřich Halma; PANTON LP st
  10 1982 Maryčka Magdónova, PSMU/Lubomír Mátl; PANTON LP st
  11 1996 Wahre Liebe, PSMU/Lumír Pivovarský, STYLTON CD (mit Mucha-Plakat auf Cover, farbig)
L 1 1908 Konzertprogramm des PSMU 1908 in Paris, in: Paris81, S.32
I 1   Werbeplakat für den PSMU von Alphonse Mucha, in: Paris81, S. 34, nur schwarzweiss; farbig auf Booklet CD "Mährische Volkslieder" UNICORN-KANCHANA DKP 9154 (Kloubová, Vodička, Kvapil), allerdings ohne Schriftzug PSMU; vollständig auf Booklet CD STYLTON RS 0511 (PSMU: Ohlas lidové poezie a úpravy lidových písni)
  2   Ansichtskarte von Ferdinand Vach an J (nicht datiert, in JW 126 mit 21.06.1905 vermerkt), in: Ste-Dok, 122
  3   Foto mit Chor im Atelier von Auguste > Rodin in Meudon 1913, in Paris81, S. 34
       
      Sanssouci (JW IX/8) (Fragment)
      für Flöte und Spinett
K   1924 ?, am 15.05.1924 wurde das Fragment im Feuilleton > "Berlin" publiziert (JW XV/253)
A     nicht erhalten
M     Faksimile des Autografs erhalten, im Feuilleton "Berlin", publiziert in "Lidové noviny" vom 15.5.1924.
ED 1 1924 Lidové noviny Jahrgang XXXII, Nr. 244, 15.5.1924, mit Faksimile
  2 1938 Janáčkovy Feuilletony z L.N., Brünn 1938, S. 118
  3 1959 BE 135
  4 1976 Marsch der Blaukehlchen (Pochod Modráčků) für Piccolo und Klavier, EdS 1976, im Vorwort von František Holman ist das Fragment ausgedruckt
  5 2003 Lit I 538
D     10 sec, 6 Takte (Fragment)
L   1976 Vorwort in ED 4)
      J hatte im März 1924 Berlin besucht, um bei der Berliner Erstaufführung der "Jenufa" dabei zu sein (17.3.). Bei dieser Gelegenheit besuchte er auch Potsdam und das Schloss "Sans Souci" von Friedrich II.: Zwei Wege wollte ich machen: den grossen Flötisten besuchen, nach dessen Flöte sich einst die ganze Welt drehte, und den Sitz unserer Leute aufsuchen, die wegen ihrer Glaubensfreiheit sich einst bis hierher verirrten. In Sanssouci. Totenstille. Ich greife nach seiner Flöte, schwarz, mit sechs Löchern und zwei Klappen. Sie stöhnte: rasch lege ich sie aufs Spinett. Sie würde anklagend, in Neid, aber auch in Bewunderung stöhnen. Aber was, nur noch in kühlem Marmor hebt er die Schultern, neigt den Kopf, heftet die Augen ins Unabsehbare, er, der Philosoph, der siegreiche Feldherr, der König. - "Der Einzige" - "Der Siegreiche" - "Der Grosse" - Friedrich II.! 
      Mit "unseren Leuten" waren die böhmischen Emigranten gemeint, die sich 1737 in Rixdorf niederliessen, nachdem sie wegen des Glaubens verfolgt, fliehen mussten. Sie stammten aus einer böhmischen Herrnhuter Gruppe.
      Aus dem 6-taktigen musikalischen Gedanken ist der > "Marsch der Blaukehlchen" (JW VII/9) hervorgegangen, der schon im zweiten Teil des Feuilletons in 7 Takten skizziert ist. Zum dritten Mal hat er ihn im 3. Satz des Bläsersextetts > "Die Jugend" (Mládí, JW VII/10) verwendet.
       
      Sarabanda
      für Streichquartett, bei Helfert mehrfach erwähnt, in JW nicht aufgeführt
K   1878 vor dem 08.12.
M     nicht erhalten
UA   1878 08.12., Brünn, Musikakademie der Lehrerbildungsanstalt
L     Helf 274, 335, 348
      Es ist nicht ausgeschlossen, dass J den dritten Satz der > "Suite" für Streicher (JW VI/2) für Streichquartett eingerichtet hatte.
       
      Sass einmal ein Häftling > Vier Balladen (JW V/7, Nr. 2)
      Saw dance > Fünf mährische Tänze (JW V/6, Nr. 3)
      Sbor pří kladení základního kamene Masarykovy university v Brně > Chor zur Grundsteinlegung der Masaryk-Universität Brünn (IV/45)
      Sbory mužské, 3 > Drei Männerchöre (JW IV/19)
      Sčasování, Sčasovka > Rhythmus
      Scharka > Šárka, Oper (I/1)
      Scheiden > Abschied (Loučení) (JW IV/19); > Trennung (Rozloučení) (JW IV/28)
      Scheiden ohne Leiden > Sechs Klänge aus Mähren (JW XII/2)
       
      Scherzo (Scherzo ze symfonie)(JW X/13)
      für eine geplante Sinfonie
K   1880 25.01., Leipzig
A     nicht erhalten
      Die Komposition wird in Js Briefen an Zdenka mehrmals erwähnt: ...hier werde ich meine Aufgabe dann als gelöst betrachten, wenn ich mit der Synfonie fertig werde. (10.11.1879) -  Ich setze mir nun ein anderes Ziel für Leipzig, nicht nur da solange bleiben, bis eine Synf. fertig, sondern so lange will ich arbeiten bis eine aufgeführt ist. Bei den hiesigen Verhältnissen ist es wohl beinahe eine Unmöglichkeit in einem Jahr u. dann bin ich ja wieder in Brünn. (02.12.1'879) - Ich möchte keine Fugen mehr machen u. lieber gleich mit der Violinsonate anfangen, mit dieser dieses Monat noch fertig werden; denn sonst würde ich schwerlich mit der beabsichtigten Synfonie bis zu Ostern fertig. (14.01.1880) -  ...in meiner grössten Niedergeschlagenheit, schrieb ich ein - Scherzo für die zukünftige Synfonie! (25.01.1880) - Theilweise ist dieser Misserfolg begründet in einer natürlichen Unmöglichkeit - denn Synfonien zu schreiben wie Paul sie von mir verlangte, würde ich wohl treffen, doch mich diesem Menschen auch da anvertrauend, würde ich einmal theuer bezahlt haben. 
L 1 1879 ZdBr 79, 84, 102, 112, 134, 149, 171
       
      Scherzo > Menuett und Scherzo (JW X/19)
       
      Schicksal (Osud) ['ossud] (Fate) (JW I/5)
      Drei romanhafte Bilder von Fedora > Bartošová
      Als Titel war einmal "Stern von Luhačovice" vorgesehen, später änderte ihn J selbst in "Osud".
T     Fedora Bartošová und Leoš Janáček; die Geschichte basiert auf realen Ereignissen einer Frau, die J im Kurort > Luhačovice kennengelernt hatte: auf Kamila > Urválkovás Schilderung ihrer gescheiterten Beziehung zum Dirigenten und Komponisten Vítězslav > Čelanský.
K   1903 bis 1907; 08.12.1903 - Mai 1907 - es bestehen 3 Versionen von Janáček: 1905, 1906, 1907 (JW, 19)
A 1   Skizzen + Fragmente, undatiert, JA A 7454
  2   KlA, zus. mit 14 Seiten von Živný's Partie im 2. Akt, undatiert; JA A 7454
M 1 1905 P, Abschrift von Josef Štross, dat 12.06.1905, mit nichtdatierten Zusätzen für die Versionen 2 und 3; JA A 23.464 
  2   KlA, Abschrift, autorisiert, nicht datiert, mit Korrekturen; für die Proben benutzt; JA A 33.756 
       
      Libretto von Fedora Bartošová, JA L 10-15, verschiedene Versionen (siehe unten)
ED 1 1958 Libretto, tschech Text, Grafia Brünn (Nosek-Version)
  2 1964 KlA, Dilia Prag, mit tschech Text und dt Uebertragung von Kurt Honolka 
  3 1978 P, Dilia Prag, mit tschech Text, ediert von Václav Nosek (= Nosek-Version)
  4   KlA, Dilia Prag, eingerichtet von Václav Nosek, mit tschech Text
  5 1984 Libretto, engl Text von Rodney Blumer für English National Opera, London
  6 1985 KlA, Alkor-Edition Kassel, AE 214; eingerichtet von Václav Nosek mit dt Text von Claus H. Henneberg und engl Text von Rodney Blumer
  7 1989 Libretto, engl Text von Rodney Blumer für Welsh National Opera Cardiff
  8 2013 KlA, Bärenreiter, BA 9562-90, hrg.mit Vorwort von Jiří Zahrádka, dt Ue von Claus H. Henneberg, engl Ue von Adam Prentis
  9 2016 JGA A/5, BA 9562-01, H 8038, hrg. mit Vorwort von Jiří Zahrádka in tschech, engl von Adam Prentis, dt von Kerstin Lücker; mit Libretto in tschech, engl und deutsch; krit. Bericht nur engl, 463 Seiten
MT 1   P, Leihmaterial, Honolka-Fassung, bei Bärenreiter Kassel AP 2332
  2   P+ KlA, Leihmaterial, "Originalfassung" mit engl und dt Text, Alkor-Edition AE 214 =P; AE 214a = KlA, über Bärenreiter Kassel anfordern
B     Picc, 2 Fl - 2 Ob, EHr - 2 Klar, BKlar - 2 Fag - KFag - 3 Hr, 2 Tromp, 3 Pos, Tuba, Timpani, Glocken, Xylofon, Grosse Trommel, Cymbal, Triangel, Harfe, Orgel, Str
      Hinter der Bühne: Kindertrompete, kleine Trommel, Klavier (Klavier in Akt 2+3 auf der Bühne)
      Míla Válková (Sopran) - Živný, Komponist (Tenor) - Mílas Mutter (Alt) - Dr. Suda, Poet (Tenor) - Konečný (Bariton) - Fräulein Stuhlá, Lehrerin (Sopran) - Doubek, Sohn von Míla und Živný (1. Akt: 5-jährig; 2.Akt: 9-jährig, Knabensopran; 3. Akt: 20-jähriger Student, Tenor) - Lhotský, Maler (Bass) - Studenten, junge Witwe, alte Slowakin - verschiedene Chorgruppierungen: Schulmädchen, Lehrerinnen, Studenten, Echo-Chor von Studenten und Schulmädchen, junge Menschen, Badegäste, Studenten des Konservatoriums
D     total 80 min; 1. Akt 35 min - 2. Akt 20 min - 3. Akt 25 min
UA 1 1934 18.09.1934, Rundfunkübertragung Brünn Radio, Dirigent: Břetislav Bakala, "Originalversion"
  2 1958 25.10.1958, Brünn, Nat.theater, Dirigent: František Jílek, Regie: Václav Věžník
  3 1958 26.10.1958, Stuttgart, Württembergisches Staatstheater, Dirigent: Hans Schwieger, Regie: Peter Stanchina (dt. Uebertragung von Kurt Honolka, entspricht in der Anordnung der 3 Akte der Nosek-Version, = ED 3)
WA 1 1972 22.01., Rundfunkübertragung BBC, Dirigent: Vilém Tauský, Aufnahme am 16.10.1971 London (Nosek-Version)
  2 1978 07.04., České Budějovice, Dirigent: Karel Nosek, Regie: Miloslav Nekvasil
  3 1983 14.08., London, konzertant, Dirigent: Simon Rattle
  4 1984 08.09., London, English National Opera, Dirigent: Mark Elder, Regie: David Pountney
  5 1986 23.02., Boston, konzertant
  6   28.05., Bremen, Dirigent: Friedrich Pleyer, Regie: David Pountney
  7   19.06., Duisburg, Dirigent: Jiří Kout, Regie: Bohumil Herlischka
  8 1987 02.10., Brünn, Dirigent: Jan Zbavitel, Regie: Alena Vaňáková (Nosek-Version)
  9 1989 30.06., Birmingham, konzertant, Dirigent: Charles Mackerras
  10 1991 20.03., Dresden, Dirigent: Hans E. Zimmer, Regie: Joachim > Herz (neuer Text, siehe unten "Textfassungen")
  11 1995 07.04., Prag, konzertant, Dirigent: Gerd Albrecht
  12   08.12., Paris, konzertant, Dirigent: Jeffrey Tate
  13 1997 18.01.1997, Bochum, konzertant, Dirigent: Stefan Sloan
  14 2002 19.04., Prag, Nat.theater, Dirigent: Jiří Bělohlávek/Zbynek Müller, Regie: Robert Wilson
  15   29.10., Garsington, Opera, Dirigent: Elgar Howarth, Regie: Olivia Fuchs
  16 2003 16.11., Madrid, Teatro Real, Dirigent: José Ramón Encinar , Regie: Robert Wilson
  17 2005 23.10., Wien, Staatsoper, Dirigentin: Simone Young, Regie: David Pountney, dt. Textfassung von Claus H. Henneberg
  18 2006 25.02., Kassel, Staatstheater, Dirigent: Rasmus Baumann, Regie: Gabriele Rech; dt. Textfassung von Claus H. Henneberg
TT 1 1958 Gesamtaufnahme, Württemberg. Staatsorchester, Dirigent: Hans Schwieger; dt. Textfassung von Kurt Honolka - Živný: Josef Traxel; eine Schülerin: Anja Silja (18-jährig) OMEGA OPERA ARCHIV CD; PREMIERE OPERA LTD. CD; FIORI MP3-File
  2 1962 Duett Míla/Živný 1. Akt - Libuše Domanínská + Jaroslav Ulrych, Dirigent: Břetislav Bakala. RadioSinf.Orch. Brünn
  3 1971 Rundfunkübertragung BBC, Dirigent: Vilém Tauský (Nosek-Version), Live-Mitschnitt, engl gesungen; Sammlung Knaus
  4 1975 Gesamtaufnahme der "Originalfassung", Theater Brünn, Dirigent: František Jílek, SUP LP, CD publ 1995
  5 1989 Gesamtaufnahme der "Originalfassung", engl gesungen, Welsh Nat. Opera, Dirigent: Charles Mackerras; EMI CD + CHANDOS CD, publ 1999
  6 1992 Rundfunkübertragung ORF 28.04.1992, "Originalfassung"; ORF-Sinf.orchester, Dirigent: Mario Venzago; Sammlung Knaus
  7 1995 Gesamtaufnahme der "Originalfassung", Tschech Philh., Dirigent: Gerd Albrecht; ORFEO CD
  8 2008 Gesamtaufnahme, BBC Symphony Orch. + BBC Singers, Dirigent: Jiří Bělohlávek; PREMIERE OOERA LTD. CD
       
      Suite für Orchester, eingerichtet von František Jílek:
TT 1 1983 Tschech. Philh., František Jílek, SUP CD
  2 2016 Radiosinfonieorchester Prag, D: Tomáš Netopil, SUP CD
       
I 1   Foto Titelblatt des Librettos von Fedora Bartošová (Autograf mit Js Ergänzungen), in: L 3, S. 56 - "Fatum"
  2   Foto Kamila Urválková
  3   Foto Fedora Bartošová
  4   Foto Vítězslav Čelanský
  5   Foto Luhačovice, Promenade
  6   Szenenfotos UA Brünn 1958, Stuttgart 1958, London 1985, Bremen 1986, in: Progr.heft Bremen 1986
  7   Szenische Studien von Josef A. Šálek für UA in Brünn, in: L 6, S. 28
  8   7 Szenenfotos České Budějovice 1978
  9   Szenenfoto Duisburg 1986
  10   4 Szenenfotos Dresden 1991
  11   Szenenfoto Stuttgart 1958
  12   Szenenfoto London 1984
       
      Programmhefte zu "Osud" (Sammlung Knaus):
  1 1978 České Budějovice, mit 5 Szenenfotos und Aufsatz von Miroslav Vaverka: O osudech OSUDU (Über das Schicksal der Oper "Schicksal")
  2 1986 Bremen, Ko-Produktion mit der English Nat. Opera London, mit J-Briefen an Kamila Urválková, div. Szenenfotos und Texten von Fritz Oeser, Jens-Peter Ostendorf und Hanns Werner Heister
  3   Duisburg-Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, mit 8 Illustrationen und Texten von Max Brod, John Tyrrell, Lothar Sträter und Jakob Knaus
  4 1987 Brünn, Staatstheater, Nosek-Version mit Angaben zum Ablauf mit Prolog, I.+II.Teil, Epilog und Aufsatz von Jiří Vysloužil: Jaká je Janáčkův Osud Opera (Was für eine Oper ist Js "Schicksal"?)
  5 1991 Dresden, Staatsoper, Libretto mit dt Ue von Joachim Herz und Eginhard Röhlig, mit Aufsatz von Jiří Vysloužil: Zur Musik der Oper "Schicksal"
  6 2002 Prag, Nat.theater, Ko-Produktion mit Teatro Real Madrid, Illustrationen der Inszenierung von Robert Wilson und Aufsatz von Jan Panenka: Janáčeks "Romanhafte Fragmente aus dem Leben", S. 94-101, dazu Briefe von Fedora Bartošová 
  7 2005 Wien, Staatsoper, Libretto dt Fassung von Claus H. Henneberg, mit Briefen an Kamila Urválková und Fedora Bartošová sowie Aufsätzen von John Tyrrell, Angelika Niederberger, David Pountney und Jakob Knaus; dazu 7 Szenenfotos
  8 2006 Kassel, Staatstheater, mit Text von Gavin Plumley: "Janáček in den Ferien. Die Inspiration für 'Osud'
       
      Textfassungen von "Osud" (Sammlung Knaus)
  1   originaler Text von J und Fedora Bartošová, in: TT 3, Booklet, mit wörtlicher Ue ins Deutsche von Joy Kadečková, dazu engl + frz Text
  2   neue tschech Fassung von Rudolf Vonásek, nur Akt I, Szene 4+9, Akt II, Szene 1
  3   dt Ue von Kurt Honolka, für Stuttgart 1958, Verlag Alkor Kassel (Bärenreiter)
  4   dt Ue von Kamil Šlapák 1978, für Begleitheft SUPRAPHON LP (TT 3)
  5   dt Ue von Claus H. Henneberg, Bärenreiter, erstmals Bremen 1985, Abdruck in Progr.heft Wien 2005
  6   dt Ue von Joachim Herz und Eginhard Röhlig, 1991, für Dresden, in Progr.heft Dresden
  7   engl Ue von Joy Kadečková 1978 für Begleitheft SUPRAPHON CD
  8   engl Ue von Rodney Blumer 1985 für EMI-Produktion 1989 (TT 4)
  9   frz Ue von Štěpánka Neubauerová 1978 für Begleitheft SUPRAPHON CD (TT 3)
L 1 1903 Janáček, Leoš: Moje Luhačovice (Mein Luhatschowitz), Feuilleton JW XV/173; Lit I,301-309; dt Ue in MdL 95
  2 1934 Stefan, Paul: Radio Brünn: Leoš Janáček "Fatum". In: Der Anbruch 1934-3, 53
  3 1939 Firkušný, Leoš: Osud. In: Odkaz LJ české opeře (LJs Vermächtnis an die tschechische Oper) Brünn 1939, 34-36
  4 1948 Vogel, Jaroslav: LJ dramatik (Der Dramatiker LJ), HM Prag 1948, 50-61
  5 1949 Helfert, Vladimír: Janáčkovy neznamé opery (Js unbekannte Opern) in: O Janáčkoví (Über Janáček) HM Prag 1949, 23-44
  6 1953 Brod-Br 50-52
  7 1958 Oeser, Fritz: Js Oper "Schicksal". In: Musica 1958
  8 1959 Straková, Theodora: K Problematice Janáčkovy opery "Osud" (Zur Problematik von Js Oper "Osud") in: Opery LJ na brněnské scéně (Die Opern LJs auf der Brünner Szene), Brünn 1959, 29-42
  9 1986 Oeser Fritz: Das Schicksal der Frau Míla ist de facto besiegelt. In: Progr.heft Bremen 1986, S. 4-5
  10   Knaus, Jakob: Js vierte Oper. Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte. In: Progr.heft Duisburg 1986
  11   Heister, Hanns-Werner: Kunst und Leben. Zu Js Oper "Schicksal". In: Progr.heft Bremen 1986, S. 62-68
  12 1987 Vysloužil: Jaká je Janáčkův Osud Opera (Was für eine Oper ist Js "Schicksal"?) In: Progr.heft Brünn 1986
  13 1990 Tyrrell, John: Js "Schicksal" - die Entstehung des Librettos. In: CD Booklet EMI; gleicher Text, etwas anders übersetzt in: CD Booklet CHANDOS 1999 
  14 1991 Bartnig, Hella: Schicksal - Idee und Entstehungsgeschichte. In: Progr.heft Dresden 1991
  15 1992 Tyrrop 108-160
  16 1995 Jílek, František: Js "Osud". In: CD Booklet SUPRAPHON 1995 (TT 3)
  17   Němcová, Alena: "Osud" - Schicksal einer Künstleroper. In: CD Booklet ORFEO
  18 2002 Panenka, Jan: Js "romanhafte Fragmente aus dem Leben". In: Progr.heft Prag 2002
  19 2005 Pountney, David: Ueberlegungen zu Osud. In: Progr.heft Wien 2005, 74-78The maximum number of simultaneous connections of your subscription has been reached. Perhaps you are connected on another computer(s), or you did not click the red LOG OUT button at the top right corner after your last session. Please email NMLHelp@Naxosusa.com (USA) or Customer.Service@Naxos.com (outside USA) for assistance.
  20   Niederberger, Angelika: Meine Fensterchen in die Seele. In: Progr.heft Wien 2005, 24-27
  21   Tyrrell, John: Ohne Schicksal keine Katja. In: Progr.heft Wien 2005, 18-19
  22   Knaus, Jakob: Schicksal - die Musik. In: Progr.heft Wien 2005, 28-31
  23 2006 Gavin Plumley: Janáček in den Ferien. Die Inspiration für 'Osud'. In: Prog.heft Kassel 2006, dt. Ue von Martin Griesemer
  24   Tyrr-Bio1, diverse Belegstellen zur Situation in Prag, Vinohrady-Theater (siehe unten: Rezeption)
  25 2016 Zahrádka, Jiří: Vorwort zu "Schicksal" in: JGA A/5, BA 9562-01, H 8038, tschech, dt. Ue von Kerstin Lücker, Seite XXXV - L
       
      Handlung:
      1. Akt: Im Kurort Luhačovice treffen sich die beiden Hauptgestalten, Míla und der Komponist Živný, auf der bevölkerten Promenade - flanierende Studentinnen, Künstler - die Sonne wird in einer Walzermelodie besungen, Mála und Živný waren ein Paar, Mílas Mutter aber hat die Heirat verhindert, da sie eine "bessere Partie" im Auge hatte. Bei diesem Treffen flammt die Liebe erneut auf. Sie heiraten und haben dann
      im 2. Akt, vier Jahre später, einen Sohn mit Namen Doubek. Eine grosse Belastung bedeutet die über dieser Heirat wahnsinnig gewordene Mutter, die im gleichen Haus wohnt. Živný wiederum leidet darunter, dass Míla einem anderen gehört hat. Er arbeitet an einer Oper, die eine verschlüsselte Anklage an Míla ist. Die wahnsinnige Mutter reisst in einem unbedachten Augenblick Míla mit in den Tod.
      Im 3. Akt, elf Jahre später, studiert der inzwischen berühmt gewordene Komponist Živný mit den Studenten des Konservatoriums seine Oper - sie ist noch unvollendet. Den Studenten erscheint die Handlung unwahrscheinlich, ja geradezu lächerlich. Živný versucht nun, ihnen die Handlung zu erläutern, wobei erst jetzt für die Studenten erkennbar wird, dass sie autobiografisch ist, dass sein ganzes Leben, die Liebe zu Míla und ihr tragischer Tod, Themen des Werks sind. Während einer Aufführung der bestehenden zwei Akte bricht ein Gewitter los und verstärkt Živnýs entrückten Zustand: Er bricht zusammen, murmelt Bruchstücke aus der Oper und erklärt, der Schluss des dritten Aktes liege noch "in Gottes Händen".
      Der Beginn von Js vierter Oper wirkt völlig überraschend, wenn man noch die "Jenufa"-Musik mit ihren volksmusikalisch orientierten Tanzformen in der Rekrutenszene im Ohr hat. Jetzt dominiert mondäne Badekurort-Atmosphäre mit einem deftigen Walzer mit Wum-ta-ta, Tingel-Tangel-Verzierungen und dandyhaftem Anstrich, darüber ein Mann-Frau-Dialog, ein Kind mit Mama-Rufen und Choreinwürfe - die Sonne wird besungen und indirekt das leichtfüssige Leben auf der Kurpromenade:
      Walzermelodie schicksal2 klicken zum anhoeren
       
      schicksal1
      Eine weitere Überraschung bietet das unauffällige Auslaufen des Walzers und der "weiche" Wechsel in die private Unterhaltung, wo man doch von J an abrupte Übergänge gewöhnt worden ist. Die Szenenwechsel erfolgen hier deutlich anders als in "Jenufa": entweder mit der "Durchdringung" zweier verschiedener Klangwelten oder im filmschnittartigen Wechsel. David Pountney: "Diese Kombination von zellularer, psychologisch motivierter Musik und einer fragmentarischen, filmischen Dramaturgie ist ein dem 20. Jahrhundert entsprechender Opernstil, und diese Opern sind der Grund, warum Janáček als der bedeutendste Opernkomponist des 20. Jahrhunderts gelten muss, obwohl er nur etwas mehr als das erste Viertel davon überlebte". (Progr.heft Wien 2005, S. 74).
      Neu ist der ironische Ton, dem sich auch der Volksliedton unterordnet, im Lied an die Sonne im ersten Akt:
      schicksal3-1 klicken zum anhoeren
      schicksal3-2
      Die Rezeption gehört zum Kuriosesten, was es im Bereich der Oper gibt: J reichte das Werk nach der Fertigstellung 1906 dem Vinohrady-Theater (Theater in den Weinbergen) ein, wo Vítězlav > Čelanský Kapellmeister war und deshalb über die Annahme zu entscheiden hatte. Čelanský aber war ausgerechnet der ehemalige Ehemann der Kamila Urválková, welche J ihre Liebesgeschichte und das Scheitern dieser Ehe erzählt und damit den Anstoss zu dieser Oper gegeben hatte. Dieser Čelanský liess das Werk zuerst drei Jahre lang liegen bis J gerichtlich vorging und ein neues Versprechen zur Annahme erzwang, für eine Aufführung in der Saison 1912/13 - allerdings ohne sichtbares Ergebnis. Čelanský konnte J dazu bewegen, die Klage zurückzuziehen. Dann brach 1914 der Krieg aus und an eine Aufführung war nicht mehr zu denken. Nachdem dann die "Jenufa" von Max Brod ins Deutsche übersetzt wurde und er von J etwas über diese Oper erfuhr, wollte er den Text kennen lernen. Er reagierte darauf aber negativ: "Ihrem Text des Osud stehe ich leider recht ratlos gegenüber und es müsste meiner Ansicht nach ein Wunder, eine geniale Inspiration kommen, um nachträglich dieser unmöglichen Handlung einen Sinn zu geben. Verzeihen Sie, dass ich das so offen sage, wie ich es fühle." (Brief vom 08.09.1918, Brod-Br 52)
       
      Schicksal > Niemand entgeht dem Schicksal, > Mährische Volkspoesie in Liedern (JW V/2, Nr. 43) 
      Schinderfranz spielt Bassgeige > Kinderreime (JW IV/17, Nr. 7) 
      Schlaues Füchslein > Das schlaue Füchslein (JW I/9)
       
      Schlesische Lieder (aus der Sammlung von Helena Salichová) (Slezské písně (ze sbírky Heleny Salichové) ['sleschsggee 'piissnje se 'sbiirggi 'elena 'salichowee] (Silesian songs (from Helena Salichová's collection) (JW V/13)
      Volkslied-Arrangements für Stimme und Klavier
T     10 Volkslieder aus der Sammlung von Helena Salichová, die unter dem Titel "Slezské lidové písně svatební a jiné z Kyjovic a okolí" (Schlesische volkstümliche Hochzeitslieder und solche aus Kyjovice und Umgebung) von ihr selbst publiziert worden sind, Zábřeh 1917; J hat daraus die Nummern 28b, 22, 23, 26, 29-32, 42-43 entnommen.
K   1918 15. - 20.01.
A     Autograf von Nr. 3 und 4, nicht dat und autograf. Skizzen für die Klavierbegleitung, teilweise dat  JA A 23.538
ED 1 1920 B. Svoboda, Brünn 1920, 13 Seiten, mit tschech Text
  2 1954 SNKLHU Prag 1954, H 1403, 13 Seiten, mit tschech Text, mit Vorwort von Bohumír Štědroň; Sammlung Knaus
  3   Editio Bärenreiter Praha/Supraphon BAH 1403
D     20 min
UA 1 1919 07.04., Prag, Otto Pacovský (Singstimme) (JW 173)
WA 2   25.05., Brünn, M. Gudrichová (Singstimme) (JW 173)
TT 1 1963 Eva Zikmundová (Sopran), Václav Halíř (Bass), Beno Blachut (Tenor), Alfred Holeček, Klavier; SUP LP m
  2 1994 Leo Marián Vodička (Tenor), Radoslav Kvapil (Klavier); PANTON CD; Nrn. 2,4,6,7,10;
  3   Dagmar Pecková (Mezzo-Sopran), Ivan Kusnjer (Bariton), Marián Lapšanský (Klavier); SUP CD, komplett
  4 2008 Magdalena Kožena, Malcom Martineau; DGG CD; Nrn. 7 + 10
L 1 1907 Janáček, Leoš: Jablunkauer Brücken (Jablunkovské mosty), JW XV/188. In: Lidové noviny 24.12.1907, Lit 1, 362-362; dt Ue in Feuill, 114-116
  2 1994 Booklet zu TT 3, Kommentar von Miloš Štědroň, der Helena Salichová zitiert: "J hatte das Material von mir und er hatte viel davon, da er damals Bartoš's Lieder bearbeitete....Und er hatte einen grossen Almanach aller slawischer Lieder im Sinn, in der er auch die lachischen Lieder eingliederte. Doch dann starb er."
       
      Die einzelnen Lieder:
  1   Wenn auch winzig und klein (A chot' sem ja drobňušinka drobna)
  2   Da ich gegangen bin (Dyš sem šel okolo vrat)
  3   Und als Gemahl (A chot' sem děvucha)
  4   Unser Häuschen (To naše staveni)
  5   Ei, was tut dort rascheln (Aj co to tam šusti)
  6   Im gewohnten Wasser (V kolaji voda)
  7   Ei, was ist das für eine Nachtigall (Aj, co to je za slaviček)
  8   Frau Mutter, eine nette Tochter haben Sie (Panimamo, švarna cerku matě)
  9   Und wenn du einspannen würdest (A dybystě zapřihli)
  10   Im schwarzen Wald  (V černym lese)
      Auffällig sind die unterschiedlichen Begleitmuster; Cymbal-Imitationen findet man in den Liedern 1, 6, 7 und 8. Sehr zurückhaltend ist J bei der Harmonisierung der Singstimme.
       
      Schlöndorff, Volker (geb. 31.03.1939 Wiesbaden)
      Filmregisseur, der auch Opernregie pflegte u.a. "Kat'a Kabanová" und "Aus einem Totenhaus"
    1974 31.01.1974 Kát'a Kabanová, Frankfurt, Dirigent: Peter Schrothner - Gastspiele 1975 in Lissabon und 1978 in Edinburgh
    1988 10.03.1988 Aus einem Totenhaus, Paris, Opéra nationale, Dirigent: Charles Mackerras
    2005 19.02.2005 Aus einem Totenhaus, Berlin, Deutsche Oper, Dirigent: Christian Thielemann
L 1 2008 Schlöndorff, Volker: Licht, Schatten und Bewegung. Mein Leben und meine Filme. Hanser München 2008, 472 Seiten, betr. Janáček S. 203-207
       
      Schluck und Jau (JW IX/11)
      Bühnenmusik für Gerhart Hauptmanns Stück "Schluck und Jau" - (in der tschech. Übersetzung heissen die beiden Protagonisten "Trunda a Lajda")
T     Gerhart Hauptmann: Schluck und Jau. S. Fischer, Berlin 1900; Js Exemplar mit Notizen JA JK 36; Vogel (L 2) kommentiert Js Anmerkungen auf S. 479
K   1928 31.05.1928 1. Teil, 05.06.1928 2. Teil, vom 3. Teil "Adagio" existieren nur 22 Takte; Vogel (L 3, S. 481) erwähnt noch einen weiteren Teil "Maestoso", der an 3. Stelle (vor dem "Adagio") gedacht war
A     Autograf der Partitur, Skizzen, dat 31.05.1928, JA A 23.52
ED 1 1978 EdS Prag und UE Wien, UE 16774, 51 Seiten, Teile 1 und 2, aufführungsreif gemacht durch Jarmil > Burghauser
MT     EdS Prag und UE Wien, Leihmaterial
B 1   4 Fl (davon 3+4 Picc) - 2 Ob, EHr - 2 Klar, Es-Klar, BKlar, 3 Fag - KFag - Hr solo - 3 Tromp - 4 Pos - Tuba - Harfe - Viola d'amore, Str
  2   Jarmil Burghausers Einrichtung: 4 Hr und 3 Pos
D     total 11 min; I Andante 5 min, II Allegretto 6 min
UA   1979 13.09., Prag, Künstlerhaus, Tschech Philh, Václav Neumann
TT 1 1979 Václav Neumann, Tschech Philh., SUP LP st, CD publ 1994
  2 1985 Libor Pešek, Slowakische Philh; MARCO POLO LP st, CD; OPUS CD; NAXOS CD publ 2002
  3 1992 František Jílek, Brünner Philh; SUP CD
  4 2002 Sir Charles Mackerras, Tschech. Philh., SUP CD
L 1 1953 Brod-Br, 234-238, Briefe von Max Brod, 263-266, Briefe von Gustav Hartung und Otto Klemperer an J
  2 1958 Vogel 478-484
  3 1966 Brod, Max: Prager Sternenhimmel - Musik- und Theatererlebnisse der Zwanziger Jahre. Verlag Paul Zsolnay Wien-Hamburg 1966, S. 132-134; hier nur zu Hauptmanns Stück
      Am 8. Mai 1928 wandte sich Gustav Hartung als Leiter der Heidelberger Festspiele an LJ: "Die diesjährigen Festspiele eröffnet Gerhart Hauptmann mit einer Festrede und er inszeniert mit mir gemeinsam sein Scherzspiel 'Schluck und Jau'. Ich glaube, dass die letzte Vollendung seines Werkes durch die Musik kommen muss, auf die der Dichter selbst in entscheidenden Handlungsmomenten die Wirkung gestellt hat, und wir könnten uns alle keine schönere Erfüllung denken, als durch Musik aus Ihrem Geist." Im Brief vom 15. Mai empfahl Max Brod das Stück und bat J, darauf einzugehen "....so würde gewiss auch Ihre Bühnenmusik zu "Schluck und Jau" ein künstlerisches Ereignis erster Ordnung und nicht bloss für Deutschland, sondern für die ganze Welt werden."
      Diese Anfrage traf mitten in der Fertigstellung der Partitur zur Oper "Aus einem Totenhaus" (JW I/11), so dass J wohl kaum mit grösster Intensität darauf eingehen konnte. Interessant aber ist es, dass er im zweiten Teil eine Viola d'amore einsetzte, die immer wieder den Bezug zu Kamila Stösslová herstellen sollte.
      Bei Vogel (L 3, S. 479) ist auch der Handlungsablauf von Hauptmanns Stück zusammengefasst
       
      Schmiedetanz (Dymák) > Lachische Tänze (JW IV/17, Nr. 3)
       
      Schon scheint die Sonne in den Bergen (Už je slúnko z téj hory ven) [usch je 'sluunggo 'zteej 'hori wen] (The sun has risen above that hill) (JW IV/23)
      für Solo-Bariton, gemischten Chor und Klavier
T     Volksliedtext in "Mährische Volkslieder neu gesammelt" von František Bartoš, Brünn 1889, Band II, Nr. 317
K   1894 19.03.
M     Abschriften der Stimmen; eine Stimme ist datiert mit 19.03.1894
ED 1 2007 editio janáček, H 0010, C/4 "Gemischte Chöre", hrg. von Leoš Faltus und Jiří Zahrádka, Vorwort von Alena Němcová, tschech, dt, engl, Brünn 2007
UA   1894 13.05., Brünn, Brünner Beseda, V. Černý (Bariton), Ltg.: Leoš Janáček JW 121)
TT     noch keine (5/2007)
      Der Chor ist erst 1956 im Nachlass von Josef > Kozlík entdeckt worden, allerdings nur Stimmen und eine unvollständige P (JW 121). J hatte 16 Jahre früher schon einen Chor für eine ähnliche Besetzung geschrieben > Festlicher Chor für die Einweihung....(JW IV/13) für Solo-Bariton, Männerchor und Klavier
       
      Schönberg, Arnold (13.09.1874 Wien - 13.07.1951 Los Angeles)
      Oesterreichischer Komponist, der 1923 die Methode der "Komposition mit zwölf Tönen" bekannt gab. J hatte 1920 Schönbergs Harmonielehre genau studiert und sein Exemplar mit vielen Anmerkungen, Anstreichungen und auch verbalen Beurteilungen versehen (L 1), ebenso den Aufsatz "Die Behandlung der Sprechstimme in 'Pierre lunaire'" von Erwin Stein (I 1). Interessant ist Alois Hába's Vergleich der Arbeiten von J und Schönberg > Hába.
      Vyloužil (L 2) weist darauf hin, dass sich J durch das Erscheinen von Schönbergs Harmonielehre beim Verlag UNIVERSAL EDITION konkurrenziert fühlte, da er selber hoffte, seine eigene Harmonielehre dort publizieren zu können > S. 278
L 1 1964 Štědroň, Miloš: Janáček a Schönberg (J und Schönberg). In: CMM 1964, XLIX, 237-258, tschech; dt Ue Knaus - Sammlung Knaus
  2 1992 Vysloužil, Jiří: LJ und Wien. In: Studien zur Musikwissenschaft, Band 41, Tutzing 1992, S. 272-284
I 1 1981 Faks einer Seite aus: Stein, Erwin - "Die Behandlung der Sprechstimme in 'Pierrot lunaire'" aus "PULT UND TAKTSTOCK" Heft 3-4 1927, Seite 47, mit Anmerkungen und Anstreichungen von LJ. In: Paris81, S. 70.
       
      Schöne Predigt > Kinderreime (JW V/17, Nr. 9)
      Schultheissens Käthelein > Vier Balladen (JW V/7, Nr. 3)
       
      Schulz, Emilian (1836 - 28.07.1923)
      Direktor der Lehrerbildungsanstalt in Brünn, verfasste "Grundlagen der Psychologie und Pädagogik"
      Js Schwiegervater; J hatte 1881 seine Klavierschülerin Zdenka Schulz geheiratet, welche die Tochter seines "Chefs" in der Lehrerbildungsanstalt war. J war also zuerst durch seine Ausbildung und dann auch familiär mit ihm verbunden. Emilian Schulz förderte den jungen, talentierten Schüler und Junglehrer. Die Differenzen in der politischen Haltung führten allerdings dazu, dass sich J rasch von ihm distanzierte und ihm (und dessen Famile) seine Deutsch-Orientierung vorhielt. Dies belastete auch die Ehe während der ganzen 47 Ehejahre.
L 1 1985 Intime Briefe 1879/80 aus Leipzig und Wien, hrg von Jakob Knaus, Zürich 1985 (ZdBr)
  2 1998 The Memoirs of Zdenka Janáčková. My Life with Janáček. Edited and translated by John Tyrrell, faber&faber, London + Boston 1998, engl
  3 2001 Janáčková, Zdenka: Mein Leben, übersetzt von Věra Vysloužilová, im Auftrag der Leoš Janáček-Gesellschaft, publ in 18 Folgen in LJG-Mitt 2001, Nr. 75ff (ZdMem)
       
      Schulz, Zdenka (30.07.1865 Olomouc - 17.02.1938 Brünn)
      Tochter von Emilian > Schulz, Direktor der Lehrerbildungsanstalt in Brünn und LJs Arbeitgeber und Förderer, war von 1877 an Js Klavierschülerin; 1881heiratete sie Leoš Janáček; weitergehende Informationen > Janácková, Zdenka
L 1 1985 Intime Briefe 1879/80 aus Leipzig und Wien, hrg von Jakob Knaus, Zürich 1985 (ZdBr)
  2 1998 The Memoirs of Zdenka Janáčková. My Life with Janáček. Edited and translated by John Tyrrell, faber&faber, London + Boston 1998, engl
  3 2001 Janáčková, Zdenka: Mein Leben, übersetzt von Věra Vysloužilová, im Auftrag der Leoš Janáček-Gesellschaft, publ in 18 Folgen in LJG-Mitt 2001, Nr. 75ff (ZdMem)
       
      Schweiz
      Zur Schweiz hatte LJ keinen direkten Bezug. Die einzige Möglichkeit, die Schweiz zu besuchen, wäre das IGNM-Festival 1926 in Zürich gewesen. Bei diesem Festival wurde aber kein Werk von ihm aufgeführt: "Am Samstag habe ich erfahren, dass ich am Musikfestival in Zürich (Schweiz) wohl nicht vertreten bin. Ich bin darüber nicht betrübt...". Viel wichtiger war ihm, dass Kamila > Stösslová seine Einladung zu einer "Jenůfa"-Aufführung in Prag angenommen hatte. (St-Br, 171, 12.01.1926). Und als dann am IGNM-Festival 1929 in Genf die "Glagolitische Messe" aufgeführt wurde, war J schon tot.
      Janáčeks letzter Brief, den er am 11. August 1928 (mit Bleistift) am Tag vor seinem Tod geschrieben haben, ist in der Schweizer Landes-bibliothek in Bern aufbewahrt, da dieser mit dem Nachlass von William > Ritter dorthin gekommen ist.
    1914 Im Jahre 1914 hat der Sängerverein "Smetana" aus Pilsen J-Chöre in Bern gesungen (im Rahmen der Schweizer Landesausstellung am 15.07.1914, Leitung: Tichy); welche Werke es gewesen sind, geht aus den Kritiken im "Bund" und in der "Schweizer Musikzeitung" nicht hervor. Fest steht aber, dass der Chor bei jener Tournee J-Männerchöre im Repertoire hatte.
    1921 J schreibt der UE, dass Oskar Nedbal dem Theater Zürich die Oper "Jenufa" dringend empfohlen habe. (28.03.1921, JUE 159). Max Brod bespricht im Artikel "Kleine Chronik" in der "Neuen Zürcher Zeitung" u.a. die Oper "Jenůfa" (02.05.1921).
    1925 Das Stadttheater Basel bringt erstmals eine J-Oper in der Schweiz auf die Bühne: "Jenůfa" (30.10.1925).
    1929 Glagolitische Messe, IGNM-Festival Genf, Chor der Brünner Beseda, Orchestre de la Suisse romande; Dirigent: Jaroslav Kvapil (09.04.1929, Victoria-Hall). Hier wurde die Intrada am Anfang und am Schluss gespielt, hingegen wurden einige schwierige Stellen "entschärft", insbesondere der 5/4-Takt im "Gospodi pomiluj" und die grossen Pauken-Solo-Partien in "Věruju". > Glagolitische Messe
    1948 Schweizer Erstaufführung "Kát'a Kabanová", Stadttheater Zürich, Dirigent: Otto Ackermann; Katja: Inge Borkh, Kabanicha: Ira Malaniuk (21.02.1948)
    1955 Schweizer Erstaufführung "Das schlaue Füchslein", Stadttheater Zürich, Dirigent: Otto Ackermann (29.01.1955)
    1965 Schweiz. Erstaufführung "Aus einem Totenhaus", konzertant, Luzerner Musikfestwochen, Dirigent: Rafael Kubelík (30.08.1965)
    1969 Die Leoš Janáček-Gesellschaft (LJG) in der Schweiz wird gegründet, mit dem Ziel, die vor dem 21.08.1968 geknüpften Kontakte mit den J-Forschern in Brünn nicht abreissen zu lassen. Dazu mussten die neuen Beamten im tschechischen Kulturministerium offiziell miteinbezogen werden. Dank der in der Satzung von Anfang an verankerten Bestimmung "Die Leoš Janáček Gesellschaft ist politisch neutral" konnten alle Schwierigkeiten, die sich aus dem offiziell notwendigen Kontakt mit den kommunistischen Kulturbehörden ergeben haben, einigermassen gemeistert werden. Alle Mitglieder in den Staaten hinter dem damaligen "Eisernen Vorhang" sind beitragsfrei aufgenommen worden und sind es bis heute geblieben. Die Gründung erfolgte parallel zur Neu-Inszenierung des "Schlauen Füchsleins" im Opernhaus Zürich - am 11.10.1969. > Aktivitäten der LJG
    1972 Das Stadttheater Bern führt (auf Vorschlag der LJG) die Oper "Jenůfa" mit dem Vorspiel "Žárlivost" auf, Regie: Walter Oberer, Dirigent: Ewald Körner (15.02.1972)
    1978 An den Luzerner Musikfestwochen wird als Schweizer Erstaufführung "Die Sache Makropulos" konzertant gegeben, im Gastspiel des Prager Nat.theaters. Das Gastspiel ist auf Initiative der LJG zustandegekommen. Gleichzeitig wurde eine Ausstellung zu Leoš Janáčeks Leben und Werk in der Stadtbibliothek Luzern gezeigt (07.09.1978)
    1981 Szenische Erstaufführung der "Sache Makropulos" in Basel, Dirigent: Armin Jordan, Regie: Bohumil Herlischka; Emilia: Colette Lorand (31.01.1981)
    2008 Schweizer Erstaufführung "Die Ausflüge des Herrn Brouček", Grand Théâtre de Genève, Dirigent: Kirill Karabits, Regie: Yannis Kokkos; Brouček: Kim Begley (25.03.2008)
    2011 31.12. Die Leoš Janáček-Gesellschaft wird nach 42 Jahren wieder aufgelöst, auf Antrag des Präsidenten Jakob Knaus, da jetzt Janáček weltweit anerkannt ist und jüngere Leute sich nicht mehr über eine solche Institution, sondern über das Internet orientieren. Die Janáček-Homepage wird von Knaus weiterhin betreut und aktualisiert.
    2012

In der Schweiz eröffnen zwei Theater, Basel und Zürich, ihre Saison mit einer Janáček-Oper!

13.09. Saison-Eröffnung mit "Kát'a Kabanová", Regie: Armin Petras, Dirigent: Enrico Delamboye; Kát'a: Mary Mills; Kabanicha: Dagmar Pecková

23.09. Saison-Eröffnung des neuen Intendanten Andreas Homoki am Opernhaus Zürich mit "Jenůfa", Regie: Dmitri Tcherniakov, Dirigent: Fabio Luisi/Patrick Lange - Jenůfa: Kristine Opolais; Küsterin: Michaela Martens - konsequent moderne Inszenierung in städtischem Milieu! ausgezeichnete gesangliche und schauspielerische Leistungen in ausgeglichenem Ensemble!

      Schwierige Intonation (Těžká intonace) > Feuilleton 1888 (JW XV/90)
      Sechs Klänge aus Mähren > Antonín Dvořák: Sechs Klänge aus Mähren (JW XII/2)
       
      Sechsundzwanzig Volksballaden (Dvacet šest lidových balad)
      unter diesem Titel sind 1950 in einem Sammelband vier Liedgruppen publiziert worden, HM 1950, von denen zwei früher erschienen sind. Der Titel "26 balad lidových" ist schon 1922 verwendet worden, dabei sind aber nur die Lieder für Eva Gabel und die "Volksnokturnos" publiziert worden  > Simeone 257 
      einzelne Gruppen siehe unter eigenem Titel registriert:
      > Sechs Volkslieder, die Eva Gabel sang (JW V/9) (siehe unten)
      > "Volksnokturnos" (JW V/7)
      > "Lieder aus Detva" (JW V/11)
      > "Fünf Volkslieder" (JW IV/37)
ED 1 1922 26 balad lidových I+ II (26 Volksballaden), HM Prag 1922 H.M. 231; I enthält "6 národních písní jež zpívala Gabel Eva", II enthält "Lidová nokturna"
  2 1950 Dvacet šest lidových balad (Sechsundzwanzig Volksballaden) HM Prag 1950 H.M. 1033, ediert von Fr. A. Kypta, mit Vorwort tschech, russ, engl, frz
       
      Sechs Volkslieder, die Eva Gabel sang (Šest národních písní jež zpívala Gabel Eva) [schest 'naarodniich 'piissnii jesch 'spiiwala Gabel Ewa] (6 folksongs sung by Eva Gabel) (JW V/9)
      Volkslied-Arrangements für Stimme und Klavier
T     Volksliedtexte aus der Sammlung von Františka > Kyselková; sie entdeckte unter den Arbeiterinnen in Modřice bei Brünn die Sängerin Eva > Gabel aus Velká Slatina in der Slowakei; deshalb wird sie im Originaltitel noch als "Gabel Eva" genannt, nach ungarischer Gewohnheit.
K   1909 10.12.
M     Abschrift, dat 10.12.1909, JA A 23.553
ED 1 1922 P HM Prag HM 231, in der Ausgabe "26 balad lidových" (26 Volksballaden), mit tschech und dt Texten, dt Ue von Max Brod
  2 1950 P HM Prag HM 1033, Titel: Dvacet šest lidových balad" (Sechsundzwanzig Volksballaden) mit tschech Texten; Vorwort von Fr.A. Kypta (tschech, russ, engl, frz)
  3 1990 P Masters Music Publications, Florida 1990, Titel: "Twenty-six Folk Ballads" set I (JW 166)
      Die einzelnen Lieder:
  1   Auf dem Boden sterb' ich nicht (Něumrem ja na zemi)
  2   Bin durch verbranntes Städtchen gegangen (Šiel som cez mesto)
  3   Die vier Sensen (Štyry kosy)
  4   Fand auf Wiesenpfaden (Na Slatinských lúkách)
  5   Über Feld und Wiesen (Široko dˇaleko)
  6   Hörst du schon Anitschka (Už těbe Anička)
TT 1 1909 Nězabuda při potočku - Slowakisches Volkslied und weitere Lieder (Ausschnitte), gesungen von Eva Gabel, aufgenommen von Františka Kyselková im November 1909, publ in der Sammlung "Nejstarší zvukové záznamy moravského a slovenského lidového zpěvu" (Die ältesten Aufnahmen von mährischen und slowakischen Volkssängern) CD
  2 1963 Václav Haliř, Beno Blachut, Antonín Švorc (Gesang), Alfred Holeček (Klavier); SUP LP m
  3 1994 Ivan Kusnjer (Bariton), Marián Lapšanský (Klavier); SUP CD
      Die Lieder weisen ganz unterschiedliche, aber durchwegs anvanciert klingende Klavierbegleitung auf - die Nr. 3 in stetem Wechsel von 2/4- und 7/8-Takt; die Nr. 6 steht mit der charakteristischen Synkope dem Csárdáš nahe
       
      Seděl jeden vězeň > Vier Balladen (JW V/7, Nr. 2)
      Seděl medvid' na kolodi > Kinderreime (2) (JW V/17, Nr. 19)
      Seděl vězeň > Vier Balladen (JW V/7, Nr. 2)
      Sedělo děvča > Mährische Volkspoesie in Liedern (JW V/2, Nr. 17)
      Sedí kukač na střešínce > Rákoš Rákoczy (JW I/2, Nr. 8)
       
      Sedlácek, Václav (06.07.1879 Mokrsko - 20.02.1944 Mokrsko)
      Flötist und langjähriger Kopist, der (neben anderen Kopisten) die mühsame Arbeit der Umschrift von Janáčeks schwer lesbaren Partituren auf sich nahm. Er war es auch, der 1916 die Änderungen von Karel > Kovařovic in die Partitur der Oper "Její pastorkyňa" > "Jenůfa" eintrug und die endgültige Partitur-Version der Oper > "Die Ausflüge des Herrn Brouček" (JW I/7) erstellte. Die Autografen enthielten schon sehr viele Änderungen, ausgekratzte Stellen oder Überschreibungen. Sobald die Abschrift fertig war, begann Janáček mit neuen Korrekturen.
  3 1994 J widmete ihm den > "Marsch der Blaukehlchen" (JW VII/9)
       
      Sedláčká > Volkstänze in Mähren (JW VIII/10, Nr. 17)
      Sedmdesát tisíc > Siebzigtausend (JW IV/36)
      Sekerečka > Rákoš Rákoczy (JW I/2, Nr. 5), > Volkstänze in Mähren (JW VIII/10, Nr. 9)
       
      Sekine, Hideo Dr. (1929-18.01.2017)
      Dr. Hideo Sekine hat "The complete Janáček-works" ins Japanische übersetzt, ebenso Rudolf Těsnohlídeks "Das schlaue Füchslein". Er ist mit der Medaille der Janáček Foundation Brno geehrt worden (Mitteilung von Hideyuki Yamane über Facebook am 29.01.2017)
       
      Sending messages > Mährische Volkspoesie in Liedern (JW V/2, Nr. 23)
      Serbian folksong > Der aufgezwungene Bräutigam (JW X/2)
      Serbian reel > Serbisches Kolo (JW VI/13)
       
      Serbisches Kolo (JW VI/13)
      Serbisches Volkstanz-Arrangement für Orchester, nicht identisch mit > "Reigen" (Kolo) (JW VIII/10)
K   1899 vor 11.01.1900, für die "Slovanská beseda" (Slawische Beseda) bei der Gründung des Brünner Frauenheimes, nach JW, 198 war die Aufführung am 10.01. - in ED 2 vermerkt Burghauser aber den 11.01.
A     Autograf der P, nicht dat, JA A 23.512a
M     Kopie der Stimmen von Josef Štross, nicht dat, JA 23.512b
ED 1 1958 P "Zwei Tänze", Nr. 2, CHF Prag, CHF 277 
  2 1977 P "Zwei Tänze", Nr. 2, EdS Prag + Bärenreiter Kassel, H 4657, BA 6171, Vorwort von Jarmil Burghauser (mit dem Titel "Serbisches Kolo")
MT     Bärenreiter Kassel
B     2 Fl - 2 Fag - Str
D     2 min, Allegretto
UA   1900 10.01., Brünn, Besední dům, Tschech. National-Orchester, Dirigent: LJ, mit 64 Tänzerinnen und Tänzern in Volkstrachten, darunter die Tochter Olga Janáčková und deren Russisch-Lehrerin Marie N. Veveritsa, bei einem Slawischen Unterhaltungsabend, wo J Tänze von slawischen Völkern vorführte, auch seinen > "Kosaček" (JW IV/12) und dieses "Serbische Kolo"
TT 1 1991 František Jílek, Brünner Philh; SUP CD
I 1 1958 Titelblatt der Erstausgabe "Dva Tance" (Zwei Tänze) CHF 1958, in: Simeone, 252
       
      Serbisches Volkslied > Der aufgezwungene Bräutigam (JW X/2)
      Serenade > Suite op. 3 (JW VI/6)
      Sešli rosu s nebe >Tschechische Kirchengesänge aus Lehners Messkanzional (JW II/10, Nr. 1)
      Seventy thousand, The > Siebzigtausend (JW IV/36)
      She stood by the Danube > Mährische Volkspoesie in Liedern (JW V/2, Nr. 28)
      She walked along the field > Mährische Volkspoesie in Liedern (JW V/2, Nr.7)
      She walked in the garden > Mährische Volkspoesie in Liedern (JW V/2, Nr. 11)
      Shlédni, Otče! > Tschechische Kirchengesänge aus Lehners Messkanzional (JW II/10, Nr. 9)
       
      Shukovskij, Wasilij Andrejewitsch (1783-1852 Baden-Baden)
      russischer Dichter; von ihm hat J das Märchen vom Zaren Berendeij als poetische Vorlage für sein "Märchen" für Cello und Klavier JW VII/5 verwendet.
      Übersetzer der Werke von Goethe, Schiller, Uhland und Hebel
       
      Sibelius, Jean (08.12.1865 Hämeenlinna - 20.09.1957 Järvenpää)
      Finnischer Komponist, der beim Bezug zur Natur oft mit Janáček verglichen wird, ebenfalls bei der Verwendung von Folkore-Material. Die Situation für beide war in der nach-wagnerischen Zeit ähnlich, denn beide suchten vor der Jahrhundertwende nach einem eigenständigen Weg. Die Unterschiede jedoch sind beträchtlich, was die Chronologie des Gesamtschaffens betrifft: Sibelius publizierte nach 1929 kein neues Werk mehr, blieb also beinahe 30 Jahre lang kompositorisch inaktiv, während Janáček gerade in seinen letzten 30 Lebensjahren bis zu seinem Tod im Jahre 1928 seine Hauptwerke schrieb. Das Verdikt Theodor W. Adornos in seinen Schriften hat sich in der Sibelius-Rezeption in Europa bis weit in die achtziger Jahre ausgewirkt.
      Das Streichquartett mit dem Titel "Voces intimae" op. 56 ist 1909 entstanden. Er weist auf Js zweites Streichquartett mit dem Titel "Intime Briefe" voraus, das erst 1928 entstanden ist und in keinem Bezug zu Sibelius steht.
      Gegenwärtig (2010) ist zu beobachten, dass in Konzerten immer öfter Werke von Sibelius und Janáček kombiniert werden.
L 1 1980 The New Grove: Turn of the Century Masters - Janáček, Mahler, Strauss, Sibelius. Autoren: John Tyrrell, Paul Banks, Donald Mitchell, Michael Kennedy, Robert Layton. MacMillan London 1980, 324 Seiten
  2 2000 Chipman, Abram: Janáček and Sibelius: The antithetical Fates of Creativity in Late Adulthood, in: The Psychoanalytic Review 87,3 (2000), S. 429-254
  3 2007 Mäkelä, Tomi: Jean Sibelius. Poesie liegt in der Luft - Studien zu Leben und Werk. Breitkopf & Härtel Wiesbaden 2007, 510 Seiten, darin besonders 303 (Streichquartett) und 353-358 (Adornos Sibelius-Kritik, mit Bemerkungen zu J)
       
       
      Siebzigtausend > Die Siebzigtausend JW IV/36 neuer Titel mit Artikel, in JGA C/1
      Silesian songs (from Helena Salichová's collection) > Schlesische Lieder (aus der Sammlung von Helena Salichová) (JW V/13)
       
      Silnice
      > Rákoš Rákoczy (JW I/2, Nr. 5)
      > Mährische Tänze (JW VI/7, Nr. 4)
      > Hanakische Tänze (JW VI/8, Nr. 3)
      > Volkstänze in Mähren (JW VIII/10, Nr. 2)
       
      Sinfonie > Die Donau (JW IX/7)
       
      nächstes Stichwort > Sinfonietta